Bosnia: Situation and Project Report

The Bosnian canton of Una Sana is a key “blind spot” on the Balkan route to Europe. Over the past four years, this region has seen increasing levels of humanitarian crisis that has been concentrated in a small town located on the border with Croatia. This has become a focal point for our work and the area in which we are most active. Every day there is an influx of people on the run, of which only a small minority manage to pass the heavily armed border patrol and continue their journey into Europe.

Due to these forced and illegal pushbacks¹ that are carried out by the Croatian border police and European border guards – as well as the construction of a border fence in Hungary -thousands of refugees are forced to live on the streets, in empty factories, or in surrounding forests. The region and its’ inhabitants are kept in a permanent state of emergency and must continuously confront following problems:

  • Criminalization of aid
  • Hunger
  • Lack of clothing
  • Homelessness
  • No medical care
  • Solidarity breaking away among the Bosnian civilian population

Solidarity Cooperation


With our actions on the ground we would like to contribute to an improvement of the situation. In order to do so we are: Strengthening existing support structures in the field and engaging local Bosnians in these processes.

TAKE ACTION - Welding Mobile Ovens

Homelessness in Bosnia confronts migrants with life-threatening cold. By distributing mobile stoves, we seek enable heating in improvised shelters – also referred to as squats² – as well as providing the ability to cook food and boil water. In total, our field team welded 100 stoves from car rims, 30 of which we were able to give to our local partners in order to take over distribution and wood supply in their areas of operation.

The mobile stoves, however, can only be used in squats where smoke extraction is possible. Therefore, fixed stoves with an exhaust pipe are also installed in spatial shelters in order to raise the temperature in the room by 5-6 degrees and to counteract frostbite or death from cold.

Cold Trap Bosnia - Firewood in Winter

Due to the deep snow and pervasive humidity of the Bosnian winter, the collection of firewood is another big hurdle for local people. By purchasing and storing dry firewood, as well as distributing it in cooperation with local helpers, we would like to keep the stoves going through the winter months.

Local partners
Bosnien und Herzegowina

Fresh Response ist eine unabhängige Freiwilligenorganisation, die Flüchtenden und Migrant:innen humanitäre Hilfe bietet. Sie wurde im Sommer 2016 in Subotica, Serbien, gegründet. Seit November 2019 ist sie in Sarajevo, Bosnien und Herzegowina in der Kältehilfe tätig. 

Die Freiwilligen versorgen die große Zahl von Menschen, die außerhalb der überfüllten Lager schlafen.

 

 

Griechenland, Serbien und Bosnien

No Name Kitchen ist eine spanische NGO, die mit  Supporter:innen aus unterschiedlichen Ländern auf der Balkanroute arbeitet. Neben Projekten in Patras (Griechenland) und Šid (Serbien) sind sie als einzige konstante ausländische NGO in Velika Kladuša (Bosnien). 

Sie finanzieren einen Großteil der humanitären Arbeit in der Stadt und unterstützen örtliche Helfer:innen bei ihrer Arbeit. Hauptsächlich verteilen sie Essen und Sachspenden an die Menschen und versorgen notdürftig durch die kroatische Polizei verursachte Verletzungen.

 

Balkan und Griechenland

Das Border Violence Monitoring Network (BVMN) ist ein unabhängiges Netzwerk von NGO´s und Verbänden mit Sitz in den Balkanregionen und in Griechenland. Das Netzwerk dokumentiert Menschenrechtsverletzungen an den Außengrenzen der Europäischen Union und setzt sich dafür ein, die Gewalt gegen Menschen auf der Flucht zu stoppen.

Die #LeaveNoOneBehind-Kampagne entstand im März 2020 als Reaktion auf die inhumanen Zustände an den europäischen Außengrenzen, die sich während der Corona-Pandemie noch weiter verschärften. Wir verstehen uns als Plattform für eine Bewegung, die in Zeiten der Krise niemanden zurücklassen will und sich entschieden gegen die Abschottungspolitik der EU stellt. Konkret bedeutet das die sofortige Evakuierung der Lager, das Ende der Aufnahme-Blockade durch das Bundesinnenministerium sowie einen grundlegenden Wandel der EU-Migrationspolitik. Die #LeaveNoOneBehind-Kampagne wird getragen von einer Vielzahl politischer, zivilgesellschaftlicher und humanitärer Organisationen sowie von Aktivist*innen, Künstler*innen und zehntausenden Menschen, die sich gemeinsam für eine menschenwürdige Asylpolitik einsetzen. Rechtlich trägt der gemeinnützige Verein civilfleet-support e.V. die Kampagne und beschäftigt ein kleines Team in Berlin und an den EU-Außengrenzen. 

So stellen wir sicher, dass die Koordination der Spendenverteilung, die effektive Arbeit mit geförderten Projekten und die gemeinsame Planung politischer Aktionen stattfindet und die Kampagne so permanent mit diversen Ideen, verschiedenen Perspektiven und vereinten Tatendrang gefüttert wird.

Balkan und Griechenland

Wir packen’s an ist ein gemeinnütziger Verein aus Berlin-Brandenburg, der direkte Hilfe zu Schutzsuchenden in Griechenland, Bosnien und anderswo bringt. An Weihnachten 2019 entstand die Idee, einen Truck mit Sachgütern in die griechischen Flüchtlingslager zu schicken. Aus dieser Idee wurde eine Initiative, aus der Initiative wurde unser Verein. Wo ein ganzer europäischer Staatenbund versagt, werden wir aktiv: schnell – direkt – transparent.

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(englisch push back „zurückschieben“), Bezeichnung für das Zurückdrängen von ausländischen Personen ohne entsprechenden Aufenthaltstitel für das Zielland in Grenznähe; der Begriff wird oft verwendet im Zusammenhang mit Praktiken, die im Gegensatz zum „Grundsatz der Nichtzurückweisung“ der Genfer Flüchtlingskonvention für humanitären Umgang mit Menschen auf der Flucht stehen

(englisch squat „Unterschlupf, besetztes Haus“), Bezeichnung für die Orte, an denen sich die Flüchtenden aufhalten, die nicht in die offiziellen Lager aufgenommen werden